Rehabilitations- ziele bezogen auf Körper-funktionen und Körperstrukturen


Ziele sind die Abwendung, Beseitigung, Minderung, Verhütung der Verschlimmerung oder Milderung der Folgen von Schädigungen unter Berücksichtigung der orthopädisch/traumatologischen Diagnosen, insbesondere bezüglich:

 

  • Deformationen, Fehlstellungen
  • Instabilität
  • Bewegungseinschränkungen, Kontrakturen
  • Schmerzzuständen
  • Ausdauerleistungsdefizit
  • verminderter psychischer Stabilität (Ängstlichkeit und Depressivität)

 

durch

 

  • Verbesserung der Muskel- und Gelenkfunktionen (Muskellockerung)
  • Verbesserung der Koordination und Haltung, Zunahme der Muskelkraft
  • Verbesserung der Muskelausdauer, Dehnung kontrakter Muskelareale
  • Training zur Verbesserung der körperlichen Ausdauer (Kondition)
  • Beherrschen der Aktivitäten des Alltagslebens
  • Erlernen eines befundangepassten Gesundheitstrainings
  • Versorgung mit Hilfsmitteln und Gebrauchsschulung
  • Verminderung der Krankheitsaktivität entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
  • Förderung der Durchblutung und der Trophik
  • Schmerzlinderung
  • Verminderung der Krankheitsaktivität entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
  • Entspannungstraining

 

Für die Feststellung einer drohenden oder vorliegenden Beeinträchtigung der Teilhabe aufgrund einer Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates sind die Krankheitsdiagnose einschließlich Begleitkrankheiten und die beeinträchtigten Funktionen und Aktivitäten unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren heranzuziehen. Morphologische oder funktionelle Störungen der Organsysteme können in sehr unterschiedlicher Ausprägung vorliegen und sich an unterschiedlichen anatomischen Strukturen bemerkbar machen: z.B. Knochen, Knorpel, Muskel, Sehnen und Bänder.

 

Bei den betroffenen Menschen äußern sich diese Organschäden typischerweise durch die Symptome wie Schmerzen, Steifigkeit mit eingeschränkten Funktionen und/oder Aktivitäten. Diese wiederum können die Teilhabe an allen für den betroffenen Menschen wichtigen Lebensbereichen beeinträchtigen. Bei den Erkrankungen der Bewegungsorgane ist in erster Linie die körperliche Funktionsfähigkeit eingeschränkt, was sich bei der Ausübung von beruflichen Aktivitäten oder Alltags- bzw. Freizeitaktivitäten bemerkbar macht.

 

Aufgrund der oft chronischen Schmerzen und der eingeschränkten körperlichen Funktionsfähigkeit kommt es zusätzlich zu psychosozialen Belastungen. Diese können sich mit Selbstzweifel, Unsicherheit, regressivem Verhalten, vermehrter Ängstlichkeit und Depressivität äußern. Es treten Veränderungen im persönlich-familiären Bereich auf.